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05.03.2022

Russischer Gewerkschaftsbund fordert Ende des Krieges

Die KTR (Konföderation der Arbeit Russlands), der zweitgrößte Gewerkschaftsbund in der Russischen Föderation, veröffentlichte am vergangenen Freitag – zu einem Zeitpunkt also, „als die Panzer schon rollten“ – das nun folgende Manifest zur Ukraine-Krise. Die KTR als regierungsunabhängiger Gewerkschaftsbund fordert darin vehement eine friedliche Beilegung des Konflikts.Wir teilen dieses Dokument sehr gerne als Ausdruck der Solidarität mit den in der KTR organisierten Kolleginnen und Kollegen und bewundern zutiefst ihren Mut und ihre Entschlossenheit, im Russland der Gegenwart eine so klare Positionierung vorzunehmen. Mag die russische Zivilgesellschaft und die freie Gewerkschaftsbewegung, seit Jahren schweren Repressionen durch den Kreml ausgesetzt, auch am Boden liegen: Tot ist sie gewiss noch nicht. Unsere Gedanken sind in diesen Tagen natürlich in erster Linie bei den kriegsgeplagten Ukrainerinnen und Ukrainern und jenen Zigtausenden, ja Millionen, die sich auf den Weg gemacht haben, das Land zu verlassen. Sie sind aber auch bei all jenen Menschen in Russland, die dem desaströsen Kurs des Regimes öffentlich widersprechen.

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Ein Kommuniqué der Konföderation der Arbeit Russlands (KTR) Moskau, 25. Februar 2022


Die Konföderation der Arbeit Russlands als ein Teil der internationalen Gewerkschaftsbewegung und in Anbetracht ihrer direkten Verantwortung gegenüber den Werktätigen Russlands, der Ukraine und der ganzen Welt und in Anerkennung ihrer Rolle bei der Förderung und Sicherung des Friedens zwischen den Völkern, ist äußerst beunruhigt über die Ereignisse, die jetzt stattfinden.Die Konföderation der Arbeit Russlands ist davon überzeugt, dass alle Meinungsverschiedenheiten und Widersprüche – wie tief und wie lang auch immer – durch Verhandlungen gelöst werden müssen, auf der Grundlage des guten Willens und der Einhaltung des Prinzips des Weltfriedens. Diese Vision ist seit mehr als einem Jahrhundert ein fester Bestandteil der globalen und antimilitaristischen Perspektive der Arbeiterbewegung und wurde durch die Einrichtung internationaler Institutionen und Mechanismen zur Friedenssicherung verwirklicht.Die KTR stellt mit großer Bitterkeit fest, dass es die Werktätigen unserer Länder auf beiden Seiten sind, die unter den direkten Folgen des militärischen Konflikts leiden. Die Verschärfung des Konflikts droht einen verheerenden Schock für die Volkswirtschaften und Sozialsysteme unserer Länder darzustellen sowie einen sinkenden Lebensstandard der Arbeiter mit sich zu bringen. Es würde einer massiven Welle von Verstößen gegen die Arbeitnehmerrechte der arbeitenden Bürger Tür und Tor öffnen.In Anbetracht all dessen bringt die Konföderation der Arbeit Russlands ihre Überzeugung zum Ausdruck, dass die Militäraktionen so schnell wie möglich eingestellt und der friedliche Dialog und die Koexistenz zwischen den multinationalen Völkern Russlands und der Ukraine wieder aufgenommen werden müssen.Der Rat der Konföderation der Arbeit Russlands


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Quelle: http://www.ktr.su/en/content/news/detail.php?ID=7384